Foto: Marcus Glahn/Kulturstiftung Thüringen
Kunst aus Thüringen in Berlin
Die Kulturstiftung Thüringen läutete am gestrigen Donnerstagabend, dem 13. November, mit einer Ausstellungseröffnung in Berlin den Abschluss ihres Jubiläumsjahres ein | Residenzstipendien vergeben
Pressemitteilung 13. November 2025
Das Jubiläumsjahr der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen findet seinen feierlichen Abschluss mit einer besonderen Ausstellung in der Thüringer Landesvertretung in Berlin. Unter dem Titel »mittels Kunst. Streifzüge durch 20 Jahre Kulturstiftung Thüringen« werden vom 14. November 2025 bis zum 23. Januar 2026 Arbeiten von 15 ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten gezeigt. Mit dabei sind auch die beiden aktuellen Thüringer Landesstipendiatinnen für Bildende Kunst Susanna Hanna und Elisabeth Oertel. Sie geben einen Vorgeschmack auf ihre Ausstellung in der Kunsthalle Erfurt ab Juni 2026.
Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung würdigte Thüringens Kulturminister Christian Tischner die engagierte Arbeit der Kulturstiftung Thüringen und betonte: „Seit zwei Jahrzehnten ist die Kulturstiftung eine unverzichtbare Kraft für den Freistaat, weil sie den Menschen in Thüringen etwas ermöglicht, das für eine lebendige Demokratie von besonderer Bedeutung ist: freie künstlerische Arbeit. Unsere Kulturschaffenden halten den gesellschaftlichen Dialog offen, sie schaffen Räume für Überraschung, Irritation und Erkenntnis – gerade in Zeiten, in denen öffentliche Debatten enger werden. Die Stiftung stärkt diese Stimmen seit 20 Jahren, indem sie ihnen Freiräume, Sichtbarkeit und Vertrauen schenkt. Ihre Arbeit zeigt, wie essenziell eine verlässliche Förderung der Kunst für die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes ist.“
Seit ihrer Gründung konnten über 350 Stipendien in allen künstlerischen Sparten vergeben und mehr als 800 Projekte unterstützt werden. Neben großen Leuchtturm-Projekten erfuhren auch zahlreiche kleinere Initiativen und ehrenamtlich getragene Vereine Förderung. „Unsere Kulturlandschaft in Thüringen ist geprägt von der Kreativität und dem Engagement der Künstlerinnen, Künstler und Kulturakteure“, betont die Geschäftsführende Vorständin der Kulturstiftung Katja Lipfert. „Als Stiftung sind wir seit zwei Jahrzehnten der Ermöglicher dieser reichen zeitgenössischen Kulturlandschaft sowohl in den Städten wie auch in den kleineren Gemeinden.“ Sie hoffe, ergänzt Lipfert, dass der Kulturstiftung auch in Zukunft die finanziellen Mittel für diese Förderung zur Verfügung stehen werden.
Residenzstipendium zum Jubiläum vergeben
Ihr Stiftungsjubiläum hat die Kulturstiftung Thüringen bereits das gesamte Jahr gefeiert. Dazu gehörten neben Veranstaltungen in den Regionen Thüringens auch ein neues Residenzstipendium an der Ostsee. Die Stiftung macht den Künstlerinnen und Künstlern des Freistaats damit ein besonderes Geschenk, so Lipfert. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen wählte die Jury die Grafikerin Katrin König aus Eisenberg und die Lyrikerin Daniela Danz aus Kranichfeld aus. Beide können in den kommenden zwei Jahren je einen Monat im traditionsreichen Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop verbringen. „Ich bin sicher“, so die Stiftungschefin, „die beiden Stipendiatinnen sind nach ihrer Zeit in Ahrenshoop um viele Eindrücke und Inspiration und ein neu gesponnenes internationales Netzwerk reicher.“
Die Ausstellung ist vom 14. November dieses Jahres bis zum 23. Januar 2026 zu den täglichen Öffnungszeiten der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
Anton-Wilhelm-Amo-Straße 64, 10117 Berlin, zu sehen.